Stakeholders und Gebermarkt

 

 

Die Stakeholders

 

Primäre Stakeholders im Fundraising-Prozess 

  • Projektträger (einschliesslich ihrer eigenen Fundraiser)
  • Geförderte (einerlei, ob sie sich dieser Stellung bewusst sind oder nicht)
  • Förderer – Sponsoren, Mäzene, kleinere Spender (teilw.)

 

Sekundäre Stakeholders:

  • Agenturen
    • Werbe- oder Marketingagenturen – im Auftrag
      • des Projektträgers
      • eines Sponsoren
    • Fundraising-Agenturen -
      • Beratend
      •  Mittel beschaffend
      • Straßenwerbung betreibend (oft gegen Provision, "Drückerkolonnen")
    • Freiberufliche Fundraiser
  • Förderer (teilweise, vor allem Gelegenheitsspender geringerer Summen)

 

Tertiäre Stakeholders: Gesellschaft (je nach Anliegen / Projekt)

 

 

Preisfrage zum Schluss:  Wo wären die Freiwilligen einzuordnen?

  • Amtsträger / Führungspersönlichkeiten:
  • Gremienmitglieder:
  • Helfer(innen):

 

 

Der Gebermarkt:  

 

Wieso Markt?  Es geht doch um Aktivitäten für das Gemeinwohl und nicht um wirtschaftlichen Profit - oder?

Nun ja, überlegen wir einmal:  eine Mehrzahl, teils recht unterschiedlicher, Förderung Suchender steht einer Mehrzahl, teils ganz unterschiedlicher, möglicher Förderer gegenüber.  Dies ist schon ein Markt, was ja nichts anderes ist als eine Form von Austauschbörse.  Der eine gibt etwas, wofür er etwas, einen Gegenwert, erhält.  Eine klassische Transaktion In unserem Milieu gewährt ein Förderer Unterstützung in Geld, geldwerten Sachen, Arbeitsleistung oder Know How und erhält dafür…

Ja, was erhält er dafür?  Häufig genug nichts Handfestes.  Jedenfalls in der Regel nichts, was bei ihm 'zu Buche' schlägt, was er in seinen Büchern, also buchhalterisch, 'ver-werten' könnte.  Offensichtlich gibt es aber doch etwas, was die Menschen dazu führt (oder 'ver-führt'?), ein gemeinnütziges Anliegen oder Projekt zu fördern.  Eines steht nämlich ausser Zweifel:  Niemand tut etwas für nichts - oder ohne Grund oder Motiv.  Zu den einfachsten Gründen dürfte gehören, das schöne Magengrubengefühl zu geniessen: 

"Es tut gut, Gutes zu tun." 

Dieses Gefühl erlebt man bei spontanen Kleinspendern ebenso wie bei überlegt handelnden Mäzenen.

Zu den zahlreichen Fördermotiven können auch ganz handfeste, kalkulierte gehören:  

  • Der Mäzen, der an seinem Wohn- oder unternehmerischen Standort in größerem Umfang soziale Projekte in problematischen Ortsteilen fördert und damit die Erwartung verbindet, dass das seinen Wohnort lebens- und damit liebenswerter macht - für ihn, für seine Familie,
  • der Unternehmer, der ein Gleiches tut, auch für seine Belegschaft, besonders für überregional zu rekrutierende Führungskräfte,
  • Das Unternehmen, das als Sponsor Gutes für die Gesellschaft tut, in der Erwartung, dass ihm solches gemeinnütziges Wirken auch gut tun wird, in Form von Renommée- oder gar Umsatzzuwachs.  

Da wir davon ausgehen können, dass es meistens mehr Förderung Suchende als Förderer gibt, werden wir es in der Regel mit einem Angebotsmarkt zu tun haben. 

 

Wenn wir einen Überblick über unsere Unterstützungspotenziale haben, müssen wir als nächstes überlegen, wie wir sie gewinnen, an uns ziehen und binden.  Und dazu gehört, als Vorüberlegung, die Frage, ob wir unser Projekt so konstruiert oder dargestellt haben, dass es diese Förderpotenziale ("Förderzielgruppen") auch überzeugt. 

 

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